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Forchini und Albin sorgen beim Klassiker in Gränichen für Schweizer Siege

Die Toggenburgerin Ramona Forchini (Wattwil) und der Bündner Vital Albin (Chur) gewinnen den MTB-Klassiker im aargauischen Gränichen. Aus lokaler Sicht überzeugte Joel Roth (Kölliken) als starker Dritter bei den Elite Herren. Das Mountainbikerennen in Gränichen im Rahmen des Proffix Swiss Bike Cup fand zum dreissigsten Mal statt – mit über 700 Teilnehmenden.

Der Sieg bei den Frauen von Ramona Forchini (JB Brunex Superior) kam einer grossen Überraschung gleich. Denn mit Rebecca McConnell (Aus), Kate Courtney (USA) und Line Burquier (Fra) standen vor dem Start andere Athletinnen in der Rolle der Favoritin. Doch die 28-jährige Forchini zeigte vom ersten Meter an keinen Respekt vor den grossen Namen. In Abwesenheit der stärksten Schweizer Bikerinnen, welche allesamt an der Tour de Suisse im Einsatz stehen, nutzte die ehemalige U23-Weltmeisterin die Gunst der Stunde. Schon schnell hatte Forchini einen Vorsprung von mehr als 15 Sekunden. Diesen baute sie anschliessend von Runde zu Runde aus. So konnten McConnell, Courtney und Burquier hinter Forchini nur noch um den zweiten Platz kämpfen. 

Forchini: „Völlig unerwartet“ 

Im Ziel zeigte sich Ramona Forchini über ihren ersten Sieg in einem HC-Rennen ziemlich überrascht: „Das kommt für mich nun völlig unerwartet. Nachdem ich schon in der ersten Runde eine Lücke hatte, fuhr ich einfach mein Tempo weiter.“ Forchini erzählte im Ziel, dass sie sich des Sieges nie sicher gewesen sei und jederzeit damit gerechnet hätte, dass Rebecca McConnell irgendwann die Lücke noch schliessen würde. McConnell, die vierfache Weltcupsiegerin dieser Saison, versuchte in der Tat die Lücke zu Forchini zu zufahren – vergeblich. Am Ende musste die Australierin auch noch der 19-jährigen Line Burquier den Vortritt lassen. Zweitbeste Schweizerin wurde Seraina Leugger als Fünfte. Damit verteidigte die Baslerin ihre Führung im Gesamtklassement des Proffix Swiss Bike Cup. 

Das Rennen der Herren entwickelte sich zu einem echten Krimi. Die Schweizer forderten den zweifachen Gränichen-Sieger Anton Cooper (NZL) heraus. Mit dem Lokalmatador des organisierenden RC Gränichen, Joel Roth, dem Cupleader, Andri Frischknecht, und dem Aufsteiger der Saison, Vital Albin, zeigten sich die stärksten Schweizer gleich von Beginn weg an der Spitze des Rennens. Joel Roth und Andri Frischknecht agierten als Aktivposten und bestimmten meist das Tempo. Doch in der zweitletzten Runde konnte der Solothurner Luke Wiedmann mit einem Kraftakt auch noch Anschluss an die Spitze herstellen. Zu fünft ging es in die letzte Runde. 

Vital Albin mit viel Geduld 

Andri Frischknecht griff als Erster an. Dieser Tempoverschärfung fielen Cooper und Wiedmann zum Opfer. Doch noch im gleichen Anstieg setzte Vital Albin, der sich bis zu diesem Zeitpunkt meist an zweiter Position aufgehalten hatte, zum Konter an. Er übernahm die Spitze und konnte auf der zweiten Hälfte der äusserst spektakulären und anspruchsvollen Runde einen kleinen Vorsprung bis in Ziel herausfahren. Wie für Forchini war es auch für Albin der erste Sieg an einem HC-Rennen: „Heute hat einfach alles gepasst: Meine Form, meine Taktik. Das Warten bis zur Schlussrunde hat sich gelohnt“, resümierte der 23-jährige vom Team Thömus maxon. Platz zwei ging an Andri Frischknecht. Mit dem dritten Platz holte sich Joel Roth einen Podestplatz bei seinem Heimrennen. 

Mit dem Sieg in Gränichen übernahm Vital Albin auch die Führung in der Gesamtwertung – knapp vor dem letztjährigen Gesamtsieger Andri Frischknecht. 

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